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Alle Menschen sind gleich ... Eine ältere Frau kauft im Imbiss eine Suppe, stellt sie auf den Stehtisch, legt ihre Handtasche auf die Ablage darunter und geht nochmals zur Theke, um sich einen Löffel zu holen. Als sie zurück kommt, löffelt ein dunkelhäutiger Mann ihre Suppe ...
"Typisch Ausländer - was fällt dem denn ein?!?", denkt die Frau. Kurzentschlossen stellt sie sich neben ihn, sieht ihn wütend an und taucht demonstrativ ihren Löffel ebenfalls in die Suppe. Sie reden nicht miteinander. Als die Suppe leer ist, geht der Mann an die Theke und holt einen Kaffee, schiebt ihn mit einem vorsichtigen Lächeln der Frau hin. Dann verabschiedet er sich höflich. Ein kleines, verwundertes Lächeln huscht über das Gesicht der Dame. Als sie ebenfalls gehen will, greift sie nach ihrer Handtasche unterm Tisch - nichts! "Also doch ein Betrüger! Hab ichs mir doch gleich gedacht!" Rot vor Wut schaut sie sich um. Aber der Mann ist weg. Ihr Blick fällt auf die Handtasche unterm Nebentisch. Ihre Handtasche! Auf dem Tisch steht ein Teller kalt gewordene Suppe ... Eine solche Erfahrung würde bei den Ausländerfeinden in Mügeln und anderswo wahrscheinlich nicht viel helfen. Offensichtlich geht ihnen nicht nur jegliches Reflexionsvermögen ab, sondern auch jeglicher Schneid, sich einer echten Auseinandersetzung mit Ausländern zu stellen, nämlich der persönlichen von Mensch zu Mensch.
Aus der Bibel: Zu seinem eigenen auserwählten Volk - nach christlichem Verständnis zu allen Menschen, die an Gott glauben - sagt Gott: "...ihr (alle) seid nur Fremde und Halbbürger bei mir."
Gott liebt die Fremden ... auch ihr sollt die Fremden lieben, denn ihr seid selbst Fremde gewesen. Cäcilia Branz, khg@ekhg.de Hast du eine Idee zu einem neuen aktuellen Thema? Mail uns!
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