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Not lehrt beten "78 von meinen 90 Bankmitarbeitern haben sich zur besinnlichen Weihnachtsfeier angemeldet. Letztes Jahr wären das höchstens fünf gewesen. Eine Auswirkung der Finanzkrise!" Das erzählte mir am Wochenende ein Bankdirektor. 
"Not lehrt die Menschen beten", sagt man – und zwar meistens mit einem moralischen Unterton, der keinen Zweifel lässt, dass Menschen auch an Gott denken sollten, wenn es ihnen gut geht.
Lässt man die Moral weg, sieht man was anderes: Not lehrt die Menschen beten – und es ist gut, dass die Menschen in der Not merken: Es gibt nicht nur die Not. Es gibt auch noch etwas anderes. Etwas, das zählt, wenn das, worauf ich gebaut habe, mir genommen ist. Etwas, das – warum auch immer – tröstet. Etwas, das mir vielleicht Halt geben könnte. Etwas, das ich vielleicht längst vergessen hatte, das jetzt in der Not aber wieder auftaucht.
Gibt es so etwas für dich auch: eine tiefere Dimension, von der du dich manchmal getragen weißt? Ein Gegenüber, zu dem du dich flüchten kannst, wenn es eng wird?
Egal, wie deine Antwort heißt, lass dir heute zusagen: Wenn du in Not kommst, wird Gott da sein, und du darfst bei ihm Zuflucht suchen, wenn es eng wird. Cäcilia Branz, khg@ekhg.de Hast du eine Idee zu einem neuen aktuellen Thema? Mail uns!
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