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Verwirrung Kann Verwirrung auch etwas Schönes sein? 
Ja, fand ich, als ich kürzlich diese Skulptur im Realschullehrer-Seminar fotografierte – völlig wirr und bunt und schön.
Ja, fand ich, als mir dabei das Wort "Wirrwarr" einfiel – ein herrliches Wort!
Ja, fand ich, als kürzlich eine Formulierung von mir Verwirrung stiftete und das klärende Gespräch für viel Gelächter sorgte.
Ja, finde ich, wenn ich die Erzählung betrachte, wie der Engel Verwirrung stiftet, als er Maria beizubringen versucht, dass sie ein Kind bekommen werde. (Lukasevangelium 1, 26-38)
Maria reagiert auf den großartigen Wortschwall des Engels mit zwei simplen Sätzen:
mit der Frage "Wie soll das geschehen?"
und der Antwort "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du gesagt hast."
Schön, weil poetisch, ist der Wortlaut des ganzen Textes.
Schön, weil tröstlich, ist die Reaktion der Maria. Wenn sie es wagt, nachzufragen - selbst bei einem gottgesandten Gesprächspartner -, warum sollte ich zögern?
Schön, weil hoffnungsvoll, ist die ganze Erzählung und das, was aus ihr geworden ist: Maria sagt Ja zu dem seltsamen göttlichen Kind, und den Menschen begegnet Gott auf ganz neue, ungeheuerliche Weise.
Sage heute Ja zu dem, was dich verwirrt, lasse es ein Wirrwarr sein und hoffe, dass etwas Gutes daraus wird! Cäcilia Branz, khg@ekhg.de Hast du eine Idee zu einem neuen aktuellen Thema? Mail uns!
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