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Was wird mir das neue Jahr wohl bringen? Was hat mir das vergangene Jahr gebracht an Zugewinn und an Verlust, materiell wie ideell? Was wird mir das neue Jahr wohl bringen? - Niemand von uns kann diese Frage heute schon beantworten.
"Man sieht nur mit dem Herzen gut; das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar" -
so lautet der zentrale Satz der Märchenerzählung "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry. Was ist denn das Wesentliche, das Eigentliche, das Wichtige? - Zuneigung zum Beispiel, Freundschaft, Vertrauen, Zuversicht, Trost, Liebe. Das sind die Dinge, von denen wir leben, die wesentlichen Lebens-Mittel für jeden Menschen. Man kann sie nicht sehen, wenigstens nicht mit den Augen. Doch man nimmt sie wahr. Man sieht sie mit dem Herzen. Das gilt auch für Gott. Er ist für menschliche Augen unsichtbar. Sehen kann man nur die Spuren, die er hinterlassen hat, seine Schöpfung. Nicht aber Gott selbst. Es sei denn, Gott tritt aus seiner Unsichtbarkeit heraus, wird sichtbar, wie wir es an Weihnachten erlebt und gefeiert haben.
Doch was kann diese Sicht des Herzens bedeuten für das neue Jahr 2008? In der Bibel steht zu lesen: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an“ (1. Samuel 16,7). Die Welt sehen, wie Gott sie sieht: mit den liebenden Augen des Herzens – das halte ich nicht für den schlechtesten Vorsatz für das vor uns liegende Jahr. Mit Paulus wünsche ich deshalb allen, die diese Zeilen lesen: „Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.“ (Epheser 1,18) Lothar Hinderer, ehg@ekhg.de Hast du eine Idee zu einem neuen aktuellen Thema? Mail uns!
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