|
Sommerpause?! ... und einen erholsamen Sommer!
Mit diesem Wunsch schließe ich zur Zeit meine E-Mails. Dabei habe ich ein sonderbares Gefühl, weil ich weiß, dass der Sommer keineswegs für alle erholsam wird. „Vielleicht krieg ich zwei freie Wochen raus …“, meinte kürzlich eine Studentin auf meine Frage nach ihrem Urlaub. „Höchstens ein paar Tage zwischendurch“, definierte gar ein Dozent seine Sommerpause – sprich seinen Jahresurlaub.
Die Hochschule bietet jede Menge Fachkompetenz, wir als Hochschulgemeinde preisen Sozialkompetenz an – wo, bitteschön, ist Urlaubskompetenz zu haben? Ganz im Ernst: Wo lernen wir die Balance zwischen Arbeit und Freizeit? Wer lehrt uns, gut mit unseren Kräften zu haushalten?
Auf diese Frage gibt es durchaus Antworten: Bei den einen ist es ein gesundes, inneres Gespür. Bei anderen fordern der Partner oder die Partnerin oder die Kinder ihre Zeit ein. Andere fühlen sich erschöpft, wenig leistungsfähig oder gereizt. In tragischeren Fällen ist ein Herzinfarkt der Lehrer.
Vielleicht kann uns auch eine augenzwinkernde Geschichte zur Dozentin in der Sommer(urlaubs)akademie werden:
Ein Regenwurm bohrt sich an die Erdoberfläche und sieht da einen Vogel ganz steif auf dem Rücken liegen, Vogelfüße nach oben gereckt. „Was machst du da?“, fragt er. „Ich stemme den Himmel, damit er nicht auf die Erde fällt!“, presst der Vogel angestrengt hervor. In dem Moment fällt raschelnd ein Blatt vom Baum, der Vogel erschrickt und hüpft auf die Beine …
Einen entspannten Sommer!
Cäcilia Branz, khg@ekhg.de Hast du eine Idee zu einem neuen aktuellen Thema? Mail uns!
|