Gesund bleiben während der Corona - Krise

Vieles nur noch drinnen, Kontakte nur noch digital: Wie schaffe ich es, dass die Isolation nicht auf die Stimmung drückt? Tipps, damit die eigenen vier Wände nicht zu eng werden.

Das Haus wird nur noch zum Einkaufen und Spazieren verlassen, Freunde und Familie sieht man nur noch virtuell - der Alltag vieler Menschen hat sich durch die Corona-Krise merklich verändert. Vieles spielt sich in den eigenen vier Wänden ab, Routinen, wie an die Hochschule gehen, Freund*innen treffen oder abends nach Feierabend in den Sport zu gehen, fallen weg.

Andere Student*innen sehen viele kaum noch - und wenn dann nur noch per Videoschalte. Die Verlockung ist groß, in Jogginghose auf der Couch zu sitzen. Hinzu kommt die Ungewissheit, wie es weiter geht und die Sorge um die eigene Gesundheit und der von Familie und Freunden.

Wie kommt man durch diese Zeit? Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung gibt Tipps, wie man Routinen und Ablenkung schafft und psychisch gesund bleibt:

Tagesstruktur

Schaffen Sie sich eine Struktur für Ihren neuen Alltag. Richten Sie einen Arbeitsplatz ein, an den Sie sich zu gewohnter Zeit setzen - und den Sie in Ihrer Pause verlassen.

Das Arbeiten in Jogginghose und Schlabberpulli wird nicht empfohlen: Durch das Anziehen von Kleidung, die Sie auch an der Hochschule anziehen würden, signalisieren Sie: Jetzt wird gearbeitet. Wenn Sie den Austausch mit anderen Student*innen vermissen, rufen Sie sie an oder verabreden Sie sich zur digitalen Mittagspause.

Bewegung

... ist das A und O. Die Psychotherapeuten Vereinigung empfiehlt Atem- und Dehnübung, weil Angst vor allem eine körperliche Reaktion sei. So signalisiere man dem Körper, dass alles in Ordnung ist. Wenn Sie regelmäßige Sportzeiten haben, halten Sie sie ein und wechseln Sie sie gegen eine neue Aktivität wie Joggen im Park oder eine Yoga-Session auf Youtube aus.

Essen und Trinken

Hier gilt, was auch in normalen Zeiten ein guter Rat ist: Essen Sie ausgewogen und gesund und trinken Sie viel. Das regelmäßige Essen ist wichtig und kann dem Tag zusätzlich Struktur geben. Hierbei kann ein Wochenplan helfen, in dem vermerkt wird, wann was gekocht wird!

Soziale Kontakte

Wenn wir Angst haben, suchen wir die Nähe von Freunden und Familie. Das ist nicht für jeden möglich, wenn gleichzeitig soziale Kontakte vermieden werden sollen. Psychologin Julia Leithäuser von der Psychotherapeuten Vereinigung empfiehlt deshalb, kleine Begegnungen wie das zufällige Gespräch auf dem Weg zum Supermarkt besonders zu nutzen - mit ausreichender Distanz zum Gegenüber.

Was ebenfalls hilft: "Lächeln Sie den Menschen, denen Sie begegnen, aus der Distanz zu. Lächeln aktiviert Hirnareale, die für Ihr Wohlbefinden sorgen und vermittelt ein Gefühl von Solidarität", so Leithäuser. Sprechen Sie mit Freunden und Familie über Ihre Sorgen, der Austausch ist wichtig. Begrenzen Sie diese Zeit aber bewusst, um sich dann abzulenken, zum Beispiel mit einem Film oder gemeinsamem Spielen. Apropos…

Freizeitaktivitäten

Kino, Kneipe oder Konzert: Vieles, was wir sonst draußen und mit anderen Menschen zusammen machen, geht momentan nicht. Für manchen ist das einfacher, für manchen schwerer. Vielleicht ist jetzt die Zeit, ein lang vergessenes Hobby wieder zu reaktivieren und zum Beispiel die Klarinette vom Dachboden zu holen? Besonders empfehlenswert: Komplexe Tätigkeiten, die das Gehirn fordern. So bleibt keine Zeit, sich zu sorgen.

Auch wenn viele es sonst nicht gern machen, putzen kann jetzt helfen. Wenn im Großen alles durcheinander ist, in ihrem Kleinen - also im Zuhause - aber alles geordnet ist, hilft das der seelischen Stabilität.

Julia Leithäuser rät, nicht dauerhaft Nachrichten zu konsumieren, das hält Körper und Seele dauerhaft in Alarmbereitschaft. Zweimal am Tag ist genug. Nehmen Sie sich stattdessen jeden Tag eine kleine Aufgabe vor, die Sie gut bewältigen können. Denn das Gehirn liebt es, Aufgaben geschafft zu haben.

 

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